Nord-Amerika Wettbewerb: October 2011, New York
Über die Tugend in den Kampfkünsten-Wu De
Alle Dinge werden vom Dao erschaffen und werden von ihm erhalten. Die Tugend der Kampfkunst steht in direkter Verbindung zur Moral. Das Dao ist der Weg des Universums. Tugendhaft zu sein, heißt den Gesetzmäßigkeiten des Universums zu folgen. Jemand der Gong Fu entwickelt hat, glaubt an die karmische Vergeltung, kann gutes von bösem unterscheiden, ist im Einklang mit dem Dao und versteht den Wert der Tugend, dass gute und schlechte Menschen entsprechend ihrer Taten belohnt werden, beseitigt das böse und fördert die Güte. Er pflegt die Tugend und sehnt sich nach dem Dao-
All dies ist ein Teil der Tugend Wu De in der Kampfkunst.
Lao-Tse sagte:“ Dao erzeugt, De(Tugend) nährt“. Das Dao erzeugt alle Dinge und Tugend beherrscht alle Dinge. Alle Dinge schätzen das Dao und achten die Tugend um die Grundlage für das Leben zu schaffen. Mit Tugend bleiben alle Dinge lebendig, ohne Tugend hört alles auf zu existieren.
Wenn jemand böses tut und keine Tugend mehr besitzt, so wird sein Leben als Ganzes vernichtet.
Dieses gilt nicht nur für die Kampfkünste.
Die Tugend der Kampfkunst liegt im Vorbeugen und der Beendigung von Konflikten.
Um die Entstehung des chinesischen Wortes „wu“ (武) zu verstehen, entferne man das Schriftzeichen “ge” (戈, Waffe) und lege die Waffe beiseite, um die Gewalt zu stoppen, dann legen sie ein Messer auf den Schriftzeichen “zhi” (止, stoppen), um das chinesische Schriftzeichen “zheng” (正,Rechtschaffenheit ) zu bilden.
Das ist genau das was Lao-Tse sagte:“ 10 oder 100 Wege zu haben ohne einen benutzen zu müssen“
Selbst wenn jemand die Fähigkeiten und die Waffen hat jemanden anzugreifen, wird er diese Fähigkeiten nicht missbrauchen. Selbst wenn er gefährliche Waffen und schwer bewaffnete Soldaten hinter sich hat, er bleibt Rechtschaffend und wird sie nicht einsetzen.
Stattdessen wird er die Sanftmütigkeit nutzen um die Zähigkeit zu besiegen. Das ist das Fundament in der Tugend der Kampfkunst- Wu De.
Schon seit der Antike verkörperten sich in Literatur und Kampfkunst die Prinzipien des Universums.
Die Tugend der Literatur liegt in der Fähigkeit zum erschaffen von Literatur tugendhaft seine Fähigkeiten einzusetzen, die im Einklang mit der Natur und der Welt stehen.
Die Tugend der Kampfkunst ist es mit seinen Fähigkeiten dem Lauf der Natur zu folgen und zu helfen die Welt in Einklang zu bringen.
In einem Gedicht heißt es:“ Ein literarisches Werk soll für die Ewigkeit sein. Ein Land ist bewaffnet mit militärischen Streitkräften.“ Ein Literarisches Werk besteht die Prüfung der Zeit durch seinen Inhalt der von Wohlwollen, Loyalität und Moral handelt. Ein Land genießt ein langes Leben, dadurch dass es keinen Krieg anfängt, selbst wenn es eine sehr starke Armee hat.
Wenn jemand literarische und kämpferische Fähigkeiten hat und sie für schlechte Taten missbraucht, verliert er Tugend und damit Rang und Namen.
Himmel und Erde werden ihn dann verurteilen und er wird für immer verschwunden sein.
Beispiele dafür finden wir in der Geschichte und auch heute noch, Menschen die bereit sind Artikel zu schreiben über Kaiser Jie oder Kaiser Zhou. Beide waren berüchtigt für ihre Korruption und ihre Brutalität.
Allerdings betonten die Taoistischen, Buddhistischen und Konfuzianistischen Schriften, sowie die respektierten Kaiser Wen, Kaiser Wu, der Herzog von Zhou und die talentierten Menschen der Tang Dynastie und der Song Dynastie den Wert der Tugend. Es war die Tugendhaftigkeit der Literatur und der Kampfkunst, die die 5000 jährige Kultur in China etablierten.
Die Tugend in den Kampfkünsten ist das Gute nicht zu tyrannisieren und das Schlechte nicht zu fürchten. In der Alten Zeit, als Kaiser Huang mit dem Rebellenanführer Chi You kämpfte besiegte er das boshafte mit Rechtschaffenheit und erschuf somit die Tugend der Kampfkünste in der chinesischen Geschichte.
König Tang der Shang Dynastie, Kaiser Wu und Kaiser Wen kultivierten Dao um jene zu überwinden die dem Dao nicht folgten.
Der große Kaiser Tang Taizong ließ den Lingyan Pavillon bauen um die Tugend der Kampfkünste wie Tapferkeit und Loyalität zu fördern.
Zhang San Feng gründete Taiji und besiegte viele Krieger in der Welt dadurch, dass er sanft wie das Wasser war und große Stärke mit großer Sanftheit überwand.
Lao Tse sagte:“ Die Beste Eigenschaft die man sich zu eigen machen kann ist die des Wassers. Wasser bevorteilt alles, es gerät aber nicht in Streit und wandert an die Orte die andere hassen, so ist es fast wie das Dao.“
Die Praxis des Taiji verwendet die langsamen und sanften Bewegungen nicht nur zur Pflege der Gesundheit und Verlängerung des Lebens es ist auch in der Lage Stärke mit Sanftheit zu überwinden und Gewalt zu stoppen ohne Menschen zu verletzen. Es ist daher beispielhaft für kriegerische Tugend.
Die Tugend der Kampfkunst ist verloren wenn man das Gute nicht vom Bösen unterscheiden kann, wenn man das Gute tyrannisiert und das böse fürchtet, seine eigene Stärke nutzt um die Schwachen zu kontrollieren, oder dem Bösen hilft böse Taten zu begehen.
Jemand der ohne Tugend ist, verliert nicht nur Tugend, er verliert außerdem Güte und Rechtschaffenheit. Er ist nicht mehr in der Lage seine Fähigkeiten zu bewahren und schlechte karmische Vergeltung steht ihm bevor.
Jemand sammelt Tugend wenn er an karmische Vergeltung glaubt und das Gute vom Bösen und Rechtschaffenheit von Boshaftigkeit unterscheiden kann. Derjenige kultiviert sein Herz, verbessert seine Erkenntnis über den Wert von Moral und konzentriert sich darauf das Dao zu lernen. Er nimmt Ruhm und Reichtum leicht und ist gutherzig und standhaft. Auch wenn er viele Leiden ertragen hat, auch nach endlosen Prüfungen wird er nicht nachgeben.
Wenn er starken und bösartigen Kräften oder bösartigen Personen gegenübersteht hat er keine Angst und seine Fähigkeiten werden nicht beeinflusst.
Ohne Angst ist das Selbst ruhig und der Geist fokussiert. Seine überwältigenden Fähigkeiten können Gewalt verhindern und Konflikten ein Ende setzen. Wenn er sich selbst den chinesischen Tugenden von Loyalität, Nachsicht, Güte, Rechtschaffenheit, Pietät und Ehrlichkeit widmet kann er außergewöhnliche Fähigkeiten entwickeln und zeigt die Tugend der Kampfkünste auf natürliche Weise. Unter den Tugenden der Kampfkünste ist die Unterscheidung von Guten und Bösen der Unterschied von Rechtschaffenheit und Boshaftigkeit und der Glaube an Karmische Vergeltung am wichtigsten. All die anderen Tugenden stammen von diesen ab.
Es ist genau wie Lao Tse es sagte:“Wenn Tugend verloren ist, gibt es Wohlwollen, wenn Wohlwollen verloren ist gibt es Gerechtigkeit, wenn Gerechtigkeit verloren ist gibt es die Bräuche.“
Das ritualisieren der Bräuche ist die äußerste Schale des Glaubens und der Treue, es ist der Anfang aller Verwirrung und Unordnung. Deswegen sind Moral und Güte wichtig.
Um Kämpferische Tugend zu entwickeln erreicht man die Fähigkeiten in den Kampfkünsten und entwickelt Tugend während er die Kampfkunst praktiziert. Man praktiziert gleichzeitig Gong Fu und seine Moral. Nur so bewahrt man die Tugend der 5000 Jahre alten in Chinesischen göttlichen Kultur für die Zukunft.
Von Li You Fu,
4 Juni 2008
Chinesische Kampfkünste
Die chinesische Kampfkunst stammt aus der antiken chinesischen Kultur. Sein Inhalt ist also sehr tiefgehend und seine Bedeutung sehr weitreichend. Sie leitet sich ursprünglich vom Daoismus ab, welches in enger Verbindung mit persönlicher Kultivierung(Selbstentwicklung) steht.
Seine grundlegenden Eigenschaften beinhalten die Entwicklung der Tugend, künstlerische Technik,
Pflege von Gesundheit und Langlebigkeit, die Verbesserung der Körperlichen Verfassung, sich außerdem zu verteidigen zu können und der Entstehung von Gewalt vorzubeugen.
Daher ist das erste Zeichen im Wort Kampfkunst "Wu" (武), die durch die Kombination der Zeichen für "Halt" (止) und "Krieg" (戈) gebildet wird.
In der langen Geschichte der chinesischen Zivilisation war die erste Kampfkunst das Jiao Di Ringen, die während des Kampfes des Gelben Kaisers mit Chi You (2852 v. Chr. von bis 2205 v. Chr.) auftrat. Dem folgten verschiedene Schwertschulen in der Zeit der Streitenden Reiche.
Von der Han-Dynastie (206 v. Chr.-220 n. Chr.) bis zur Tang-Dynastie (618-907), mit zunehmend tieferen Inhalt.
Zum Beispiel gelten,die Gedichte von Li Bai, die Schwertkunst von Pei Min und die Anweisungen zur Kalligraphie von Zhang Xu als die drei Säulen der Tang Dynastie.
Wenn man zurückschaut erkennt man, dass in der Tang Dynastie die Schwertkunst ihren Höhepunkt erreichte. So auch die Chinesische Poesie.
Nach der Song (960-1279) und Yuan (1271-1368) Dynastie, schuf der Taoist Zhang Sanfeng das
Taiji Quan während er sich auf dem spirituellen Pfad zur Erleuchtung befand. In der Ming (1368-1644) und Qing (1644-1912) Dynastie, begann die spirituelle Gemeinschaft die Lehre von Bagua Zhang und Xingyi Quan zu unterrichten. Heutzutage nennen wir sie Interne Kampfkünste. Währenddessen wurden die Externen Kampfkünste entwickelt.
Zum Beispiel finden wir im Lang Faust System das Cha Quan, Hua (Blume) Quan, Pao Quan, Hong Quan, Hua (China) Quan, sowie andere Stile wie Baji Quan, Tong Bei, Fan Zi Quan, und Tang Lang Quan(Gottesanbeterin). Das berühmte Shaolin Quan wurde auch in südliche und nördliche Stile unterteilt.
Die Internen Stile legen von Anfang an Wert auf die innere Entwicklung einer Person und seine innere Kultivierung während Externe Kampfkünste den Weg von außen nach innen gehen, sie konzentrieren sich am Anfang auf Physische Formen und benutzen ihre Trainingsmethoden um Körper, Geist und Seele zusammen zu schulen.
Ob es interne oder externe Stile sein mögen beide üben sich in der Praxis mit allerlei Waffen wie Schwert, Speer, Stock, Axt, Yue (langer Stiel Axt??), Gou (Haken) und Gabel.
Die Traditionen der chinesischen Kampfkunst liegen in der Entwicklung der Tugend, die Wertschätzung der Kunst, die Selbstheilung, körperliche Fitness, Selbstverteidigung, usw. Die chinesische Kampfkunst hat eine tiefgreifende Theorie die in sich in der Verbindung von Kunst und Technik ausdrückt. Deswegen sind die Kampfkünste ein sehr wichtiger Teil der göttlichen chinesischen Kultur.
Fußnote:
(1) Auch als der Epoche der Streitenden Reiche bekannt, sie umfasst den Zeitraum von einem Zeitpunkt im 5. Jahrhundert v. Chr. bis zur Einigung Chinas durch die Qin-Dynastie im Jahre 221 v.Chr. Es wird allgemein als die zweite Hälfte der Östlichen Zhou-Dynastie angesehen, der Frühlings-und Herbst-Periode nachfolgend, obwohl die Zhou-Dynastie selbst 35 Jahre früher als die Zeit der Streitenden Reiche endete in 256 BC.
4. Juni 2008






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